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Exploratives Testen mit der Xray Exploratory App

Exploratives Testen ist heute in vielen Softwareentwicklungsprojekten zu einem wichtigen Testansatz geworden. Nicht immer haben Test-Teams genügend Ressourcen, um jeden erdenklichen Testfall vor der eigentlichen Testausführung bis ins Detail zu beschreiben. Exploratives Testen kann daher eine gute Ergänzung der Teststrategie sein. Dies bedeutet nicht, vollständig auf eine konventionelle Testvorbereitung zu verzichten, sondern das explorative Testen als zusätzliche Testart aufzunehmen.

Was versteht man unter Explorativem Testen?

Mittels einem sogenannten Testcharter wird definiert, welcher Bereich einer Applikation getestet werden soll. Danach wird dieses Feature in einer zeitlich begrenzten Testsitzung erkundet. Die einzelnen Schritte werden festgehalten und Auffälligkeiten während der Testausführung im Testcharter notiert. Es sollen dabei explizit auch Sonderfälle getestet werden, damit auch schwierig auffindbare Fehler entdeckt werden können. Ein positiver Nebeneffekt dieser Erkundung ist, dass man dabei die Applikation sehr gut kennen lernt. Gerade künftige Endnutzer testen erfahrungsgemäss oft lieber explorativ, als sich Testfälle im Voraus auszudenken und diese dann Schritt für Schritt nach Drehbuch abzuarbeiten.

Was gehört in einen Testcharter?

Es gibt viele Vorlagen für Testcharter – dieser sollte zumindest nachfolgende Punkte umfassen:

  • Name der testenden Person
  • Zeitdauer der Session (timeboxed)
  • Testbereich, Aktoren, Setup, Mission und Taktiken
  • Testideen und Testdaten
  • Testobjekt
  • Test-Scope: Welche Features sollen getestet werden, welche nicht?
  • Testlog mit Eingaben resp. Aktionen, erwartetes vs. aktuelles Ergebnis, Beobachtungen (Defects, Issues).

Es ist sinnvoll, wenn die/der Testverantwortliche ein Testcharter-Template erstellt und den testenden Personen vorgängig zur Verfügung stellt.

Kann exploratives Testen auch toolunterstützt durchgeführt werden?

Grundsätzlich reicht für das explorative Testen ein Blatt Papier oder ein Word-Dokument mit einer guten Testcharter-Vorlage. Einige Anbieter von Testwerkzeugen sind bereits dazu übergegangen, explorative Sitzungen mit Werkzeugen zu unterstützen. Damit können explorative Tests geplant, durchgeführt und detailliert ausgewertet werden. Während der Test-Session wird zum Beispiel bei «Xray Exploratory App» ein Session-Recorder gestartet. Im Verlauf der Testsession können Notizen gemacht, Screenshots erstellt und Fehler erfasst werden. Ein Report (d.h. der ausgefüllte Testcharter) kann am Ende der Testsession einfach erstellt werden, was sehr nützlich für die Nachvollziehbarkeit ist. Fehler können ebenfalls gleich in der App eröffnet werden.

Unsere Tool-Empfehlung

Xray Exploratory App: Dabei handelt es sich um eine Standalone-Applikation, welche für alle Umgebungen kostenlos heruntergeladen und verwendet werden darf. Mittels dem sog. «Application Link» kann sie einfach mit einer bestehenden Jira/Xray Instanz verbunden werden.

 

Autor:
Thomas Rieger, Senior Testmanager bei stepwise AG

 

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